Rafael Schäfer: Fitness als Kunstform

Rafael Schäfer gibt es zwei Mal: den vor und den seit seiner Zeit im Fitnessstudio. Vieles hat sich durch sein Training verändert: nicht nur sein Körper, sondern auch seine Einstellungen, seine ganze Persönlichkeit. Jetzt ist Rafael 20 Jahre alt, wiegt 94 Kilogramm bei einer Größe von 1,81 Meter, ist Fitnesstrainer und Influenzer. Und das soll alles erst der Anfang sein, wie er hier erzählt.

Rafael, wie oft wirst du darauf angesprochen, dass du trainierst, und was wirst du am häufigsten gefragt?

Kommt schon regelmäßig vor, auch in Klamotten. Viele fragen mich, ob ich natural bin, ansonsten sind die Fragen oft variabel.

Worauf bist du am stolzesten?

Auf die Disziplin, die man sich aneignen muss. Diese Herangehensweise kann man dann auf sämtliche Lebensbereiche anpassen. Natürlich auch auf den Look, und dass man immer mehr dazulernt.

In welchem Alter und warum hast du begonnen zu trainieren?

Meine ersten ernsteren Home Workouts haben schon mit 13 begonnen. Ich war als Junge etwas übergewichtig und habe mich in meiner Haut nicht wohl gefühlt. Dann sind wir mal zufälligerweise im Sportunterricht ins Fitnessstudio gegangen, danach habe ich mich verliebt und habe begonnen.

Was fasziniert dich an Fitness und Bodybuilding?

Am meisten fasziniert mich, was man mit seinem eigenen Körper anstellen kann, wie er sich wandeln kann. Umso länger man trainiert, umso mehr wird es wie ein Kunstwerk, man achtet auf Proportionen und möchte seinen Körper bis ins Detail ausprägen.

Deine körperlichen Fortschritte sind offensichtlich. Spürst du auch mentale Veränderungen?

Man wird auf jeden Fall selbstbewusster, die Willenskraft steigt ebenfalls. Man hat nicht immer Lust, das sind die Tage, wo es schwerer für den Kopf wird, aber diese Tage werden schon seit Jahren trotzdem durchgezogen.

Hat dir der Sport auch schon mal aus einer Krise geholfen?

Ich wäre vermutlich depressiv und strak übergewichtig geworden. Egal welche schlechten Emotionen gerade vorherrschen, die werden im Workout beglichen, daher nennt man es auch einen Ausgleich.

Wie sieht dein Mindset aus? Hast du bestimmte Einstellungen und Regeln für Fitness und Ernährung?

Es haben sich über die Jahre ein paar Glaubenssätze gebildet, die fest in meinem Bewusstsein ausgeprägt sind. Ich stelle sie stichpunktartig vor:

  • Wenn man das Gefühl hat, dass nichts voran geht, sage ich immer, dass es vom Nichts machen auch nicht besser wird.
  • Immer dranbleiben, egal was kommt. Es gibt gute und schlechte Tage, aber alle müssen genutzt werden.
  • Meinem Trainingsplan ist es egal, ob ich Lust habe oder nicht.
  • Die Frage ist nicht, ob es durchgezogen wird, sondern nur wie hart und wie lange.

Du lebst den Bodybuilding-Lifestyle. Wie leicht oder schwer fällt dir das?

Immer leichter. Am Anfang war es schwerer, weil das Umfeld diesen Lifestyle nicht lebt. Aber wenn man sich da durchboxt, werden die Leute einen dafür respektieren oder sogar feiern.

Du bist mit Aaron Schöning befreundet, von dem es auch schon ein Interview auf Any Gains gibt. Wie sehr hilft es, einen Kumpel zu haben, der auch trainiert?

Es ist echt cool! Es gibt einen Unterschied, ob jemand trainiert oder ob jemand zu 100 Prozent Gas gibt. Wir geben beide 100 Prozent, und das tun nicht viele in unserem Alter. Man pusht sich gegenseitig. Jedoch mach ich mir da überhaupt keine Sorgen. Wir werden es beide weiter so strikt durchziehen.

Du und Aaron plant gemeinsame Projekte. Kannst du darüber etwas verraten?

Es werden einige spannende Sachen in Zukunft kommen, die ich jetzt noch nicht verraten werde. Was ich aber verraten kann ist, dass wir dieses Jahr noch einen gemeinsamen YouTube-Kanal erstellen werden.

Aaron Schöning und Rafael Schäfer: gemeinsam 100 Prozent Gas geben

Welche Ziele hast du im Bodybuilding?

Erstmal will ich eine komplettere Physique mit noch besseren Proportionen aufbauen. In den nächsten Jahren will ich mit 90 Kilogramm etwa 8 Prozent Körperfett haben. Diesen Sommer waren es etwa 8 Prozent bei 87 Kilogramm. 3 Kilos klingen nicht viel, aber als fortgeschrittener Natural-Athlet kann dies etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Wer sind deine Vorbilder im Sport und auch anderswo?

Ich habe ziemlich viele, um ehrlich zu sein. Auch auf vielen Ebenen. Von der Physique her sind es Leute wie Cbum und Jeff Seid. Aber auch Arnold Schwarzenegger: bei ihm inspiriert mich sein Werdegang, wie er seine Ziele erreicht hat und seine Einstellung. Es sind noch viele großartige Personen mehr, aber die Liste wird sonst zu lang.

Welchen Berufswunsch hast du?

Im Moment ist es Fitness-Influencer. Langfristig sehe ich mich dann eher selbständig in der Branche mit einer eigenen Brand oder einem Fitnessstudio.

Hast du einen Lieblingsspruch?

If it doesn`t challenge you, it doesn’t change you.

Was hast du durch Fitness und Bodybuilding über dich gelernt?

Dass nur du selber für deine Erfolge verantwortlich bist.

Rafael, vielen Dank für das Gespräch!

Rafael Schäfer auf Instagram: https://www.instagram.com/rafschaefer/

TikTok: https://www.tiktok.com/@schaeferraf

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